dispokinesis

eine Wortschöpfung aus , „disponere“ lat. „verfügen können“ und „kinesis“, griech. „Bewegung“-, ist eine ganzheitliche Bewegungs,- Haltungs und Ausdruckslehre, die um das Jahr 1950 vom holländischen Pianisten und Physiotherapeuten G.O. van de Klashorst entwickelt wurde. Sie basiert auf den anatomischen und neurologischen Grundlagen von Haltung und Bewegung im Hinblick auf die Instrumental- und Gesangstechnik.

Die Dispokinesis ist für Musiker konzipiert worden, um bei manuellen Spielstörungen, wie Schmerzen, Bühnenangst, Atemproblemen etc. Hilfestellungen zu geben bzw. diese zu beheben. Jedes Kind trägt seine ursprüngliche individuelle Disposition von Beginn an in sich. Leider wird diese Ursprünglichkeit jedoch oft im Laufe des Lebens regelrecht verschüttet. Etliche auftretende Beschwerden des Spielapparates sind darauf zurückzuführen. Die Dispokinesis versucht, die ursprüngliche Disposition des Individuums wiederzufinden und neu zu entdecken.

Die Gesellschaft für Dispokinesis e.V. bildet in einem 3-jährigen Lehrgang regelmäßig Musiker aus, die als zertifizierter Dispokineter befähigt sind, Instrumentalisten und Sänger zu behandeln, die unter berufstypischen Spielstörungen leiden.

 

Die Dispokinesis besteht aus 3 Teilen:

 

  1. Urgestalten von Haltung und Bewegung:

Übungen vom Liegen bis zum Stehen, die die natürlichen, menschlichen Entwicklungsschritte nachzeichnen. Durch sie wird dem MusikerIn die eigene ursprüngliche Sensomotorik bewusst und verfügbar gemacht. Ziel ist es, seine angelernten, künstlichen Bewegungsmuster zu erkennen und auch einzuschätzen, um sie schließlich durch die eigene individuelle ursprüngliche Disposition zu ersetzen.

 

  1. Feinmotorik am Instrument

Spezielle feinmotorische Übungen und Hilfestellungen zu Instrumentaltechnik, Spielgefühl und Atmung mit dem Ziel einer ökonomischen Funktionalität an allen Instrumenten (incl. Gesang).

 

  1. Ergonomische Anpassung

Für ein freies und präventiv disponiertes Spiel sind je nach Instrument diverse ergonomische Hilfsmittel von großem Nutzen, wie beispielsweise Sitzhilfen für Orchester- und Tasteninstrumente (Sitzhöhe betreffend, Keilkissen bzw. Dispokissen), Kinnhalter und Schulterstützen für hohe Streicher, Gurte, Daumen- und Kniestützen für Bläser und Zupfinstrumente. Es ist jedoch enorm wichtig, wie diese verschiedenen ergonomischen „Werkzeuge“ angewendet und angepasst werden. Daher ist die fachkundige Anpassung unter dem dipokinetischen Aspekt unerlässlich.

 

https://www.dispokinesis.de

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